Schwefelschwarz: CISchwefelschwarz 1 CAS.1326-82-5 Herstellung
Sulphur Black (CI Sulphur Black 1) ist der wichtigste und am weitesten verbreitete Schwefelfarbstoff und macht etwa 75–85 % der weltweiten Schwefelfarbstoffproduktion aus. Es erscheint als schwarzer Pulver- oder Flockenfeststoff, unlöslich in Wasser, aber löslich in Natriumsulfidlösung, wo es eine...
Beschreibung
Sulphur Black (CI Sulphur Black 1) ist der wichtigste und am weitesten verbreitete Schwefelfarbstoff und macht etwa 75–85 % der weltweiten Schwefelfarbstoffproduktion aus. Es liegt als schwarzer Pulver- oder Flockenfeststoff vor, der in Wasser unlöslich, aber in Natriumsulfidlösung löslich ist und dort eine grünlich-schwarze Farbe erzeugt.
Hauptmerkmale
· Geringe Kosten – der wirtschaftlichste schwarze Farbstoff auf dem Markt
· Hervorragende Echtheit – gute Waschechtheit und Lichtechtheit
· Hohes Produktionsvolumen – dominiert den Markt für schwarze Farbstoffe für Zellulosefasern
Färbeprozess
Der Färbeprozess umfasst drei Hauptschritte:
1. Reduktion: Der Farbstoff wird mit Natriumsulfid reduziert, um eine wasserlösliche Leukoform zu bilden
2. Färben: Die Leukoform wird von Baumwolle oder anderen Zellulosefasern absorbiert
3. Oxidation: Der gefärbte Stoff wird Luft oder Oxidationsmitteln ausgesetzt, wodurch der unlösliche Farbstoff wiederhergestellt wird und die endgültige schwarze Farbe zum Vorschein kommt
Große Herausforderung: Glasfaserausschreibung
Der größte Nachteil von Sulphur Black ist die Faserzartheit (Festigkeitsverlust). Im gefärbten Stoff verbleibende Schwefelverbindungen oxidieren mit der Zeit langsam zu Schwefelsäure, die die Zellulosefasern abbaut und schwächt. Um dies zu verhindern, müssen gefärbte Stoffe:
· Nach dem Färben gründlich gewaschen
· Behandelt mit Anti-Mitteln wie Harnstoff oder Natriumacetat
Umwelt- und Sicherheitsbedenken
Beim traditionellen Schwefelschwarz-Färben wird überschüssiges Natriumsulfid benötigt, wodurch Abwasser mit hohem Schwefelgehalt entsteht, das schwer zu behandeln ist und giftiges Schwefelwasserstoffgas freisetzen kann. Während der Farbstoff selbst als ungiftig für den Menschen gilt, werfen seine Herstellung und Verwendung erhebliche Umweltbedenken auf.
Moderne Entwicklung: Flüssiges Schwefelschwarz
Um diese Probleme anzugehen, wurde vor-flüssiges Schwefelschwarz entwickelt. Dieses Formular:
· Enthält keine Verunreinigungen
· Eliminiert den Bedarf an zusätzlichem Natriumsulfid während der Verarbeitung
· Reduziert die Abwasserbelastung erheblich
· Verbessert die Reibechtheit um ca. 0,5 Grad
Flüssiges Schwefelschwarz wird mittlerweile in vielen Industrieländern häufig für Denimgarne, Strickstoffe und Verpackungsfärbungen eingesetzt.
Anwendungen
Schwefelschwarz wird hauptsächlich zum Färben von Baumwolltextilien sowie Leinen-, Viskose- und Mischgeweben verwendet. Es wird auch beim Färben von Leder und Papier eingesetzt, wo tiefschwarze Farbtöne zu geringen Kosten erforderlich sind.
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